Germanistische Sprachwissenschaft
  Transkripte:  Ts7   Ts9 

17   Text

17.1   Zum Textbegriff

17.2   Der Text besitzt „Zusammenhang“

17.2.1   Kohäsion

17.2.2   Kohärenz

17.2.3   Gesagtes und Nicht-Gesagtes

17.3   Text als situationsentbundenes Handeln

17.3.1   Formen der Überlieferung

17.3.2   Konsequenzen der zerdehnten Sprechsituation

17.4   Mündliche Texte

17.5   Schriftliche Texte

17.5.1   Textorganisation und Verstehenssicherung

17.5.2   Handlungsmuster in schriftlichen Texten

17.6   Texte in der Fremd- und Zweitsprache Deutsch

Aufgaben (1–26) mit Lösungen

Literatur

Internet-Einstiege

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Aufbauend auf Ergebnissen von Sprechhandlungsanalysen in den Kap. 15 und 16 werden hier wichtige Denkansätze und ein theoretisches Instrumentarium für die Untersuchung von Texten vorgestellt und durch exemplarische Analyse von Textbeispielen verdeutlicht.

17.1   Zum Textbegriff

Sprachliches Handeln kann mündlich oder schriftlich erfolgen. Insbesondere für institutionelle Kommunikation ist kennzeichnend, dass ihre Handlungsabläufe oft mündliche und schriftliche Anteile umfassen, die eng aufeinander bezogen sind. So geht einer Wohnungssuche z. B. oft eine Zeitungsannonce voraus und sie endet in einem schriftlichen Vertrag. Die Ergebnisse einer ärztlichen Untersuchung werden schriftlich festgehalten; das Überfliegen der Patientenakte gehört zu den ersten Schritten einer Folgeuntersuchung usw. Aus den alltäglichen und institutionellen Handlungszusammenhängen ergeben sich verschiedene Typen von Texten, vom Notizzettel über Anzeigen, Kochrezepte, Zeitungsartikel, Bedienungsanleitungen, Mahnschreiben oder Bewerbungsschreiben bis hin zu wissenschaftlichen Monographien oder multimodaler Werbung.

Im Alltagsverständnis ist der Ausdruck „Text“ mit Schriftlichkeit verbunden. Darüber hinaus impliziert eine Aussage wie „Er / sie verfasst einen Text“ auch die Vorstellung, dass hier etwas produziert wird, dessen Inhalt über ein einzelnes Wort oder einen Satz hinausgeht. Im Zusammenhang mit mündlicher Kommunikation wurde aber bereits angesprochen, dass diese Vorstellungen dem linguistischen Textbegriff nicht genau entsprechen (vgl. Kap. 15). Die Linguistik hat den Alltagsbegriff Text terminologisiert. Sie fragt sich von daher, was „einen Text zum Text macht“ (De Beaugrande / Dressler 1981). Dabei gilt Schriftlichkeit nicht allgemein als konstitutive Bedingung. Viele Textlinguisten haben bewusst schriftliche und mündliche Äußerungen als „Texte“ kategorisiert. Zum anderen werden in der Textforschung auch Hinweise und Angaben einbezogen, die im Alltag kaum als Texte angesehen würden, etwa die folgenden:

B1
Hinweisschild auf einer Grünfläche
Betreten verboten!
B2
Textiliendeklaration
100% Polyester, Polyester, Polyester, Poliestere, Poliester, Poliéster, Polyester

In der Textlinguistik lassen sich unterschiedliche Auffassungen von „Text“ differenzieren. In der ersten Phase wurde Text oft als kommunikative Grundeinheit bestimmt. So schreibt z. B. Engel (2009, S. 33), ähnlich schon Weinrich (1976):

„Sprachliche Verständigung kann nur in Texten erfolgen.“

Sämtliche Äußerungen mündlicher und schriftlicher Art werden dann als Texte bezeichnet. Ehlich (2007h) macht dagegen geltend, dass ein so weit gefasster Textbegriff sich nicht mehr von ‚Kommunikation‘ unterscheiden würde. Zudem werden damit wichtige Differenzen von Diskursen und textueller Kommunikation übergangen. Ein wissenschaftlich begründeter Textbegriff lässt sich aber auch nicht einfach von der Medialität her gewinnen (vgl. Kap. 17.3.1). Das allgemeinste Merkmal von Texten – somit auch das in der Forschung am häufigsten behandelte – ist offenbar die zusammenhängende Versprachlichung und Gestaltung.

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17.2   Der Text besitzt „Zusammenhang“

In der gesamten Textlinguistik wird die Frage nach den inneren Zusammenhängen eines Textes, z. B. zwischen den einzelnen Sätzen, für wesentlich erachtet, eine Auffassung, die auch durch die Etymologie des Ausdrucks nahegelegt wird (lat. textus, Gewebe).[ 1 ] Texte sind an der Oberfläche lineare Sprachformen. Ein Teil der inneren Zusammenhänge ist an der Oberfläche erkennbar, wenn spezifische sprachliche Prozeduren auftreten. Andere Zusammenhänge sind im Text nur angelegt und werden vom Leser erschlossen, also mental ‚realisiert‘. Um Zusammenhänge zu beschreiben, werden vor allem die Begriffe Kohäsion und Kohärenz eingesetzt.

17.2.1   Kohäsion

Die Kohäsion, also der vom Leser empfundene Zusammenhalt eines Textes, entsteht durch bestimmte sprachliche Verfahren auf verschiedenen Ebenen. In der schriftlichen Darstellung tragen z. B. die Interpunktionszeichen, die Sätze verbinden oder trennen, auf unauffällige Weise zur Kohäsion bei, da sie Verbindungen von Einzelwörtern, Teilsätzen und Gesamtsätzen deutlich machen. Die Duden-Grammatik führt für das deutsche orthographische System die wichtigsten Kohäsionszeichen auf: Punkt und Komma, Ausrufe- und Fragezeichen, Semikolon und Doppelpunkt; Trennstrich, Gedankenstrich, Ergänzungsstrich und Aufzählungsstrich [ 2 ]; Anführungszeichen, Klammern u. a.

Aus pragmatischer Sicht sind diese Kohäsionszeichen z. T. sprachspezifische illokutiv relevante Indikatoren der Schriftsprache: Sie verdeutlichen bestimmte Qualitäten einer sprachlichen Handlung (z. B. als Frage oder Aufforderung) oder sie zeigen den Stellenwert eines Textteils im Kontext an. So steht der Doppelpunkt vor einer ergänzenden Erklärung oder Ausführung, und Gedankenstriche können einen Einschub (eine Parenthese) markieren.

Ein schon oberflächlich erkennbarer Zusammenhang im Text kommt durch Wiederholungen (Rekurrenzen) zustande.[ 3 ]

B3
Was es alles gibt (Robert Gernhardt) [ 4 ]
Da gibt es die, die schlagen
Da gibt es die, die rennen
Da gibt es die, die zündeln
Da gibt es die, die brennen (…)
Da gibt es die, die reden
Da gibt es die, die schweigen
Da gibt es die, die handeln
Was wir sind, wird sich zeigen.

Zur Verdeutlichung sind in dem Gedichtanfang (B3) die rekurrenten Mittel kursiv gedruckt. Im gesamten Text arbeitet der Verfasser bewusst mit der Wiederholung der Satzeinleitung „Da gibt es die, die …“, also mit gleicher syntaktischer Struktur. Dies lässt sich als dichterisches Mittel interpretieren. Rekurrenz von Fachausdrücken wird in Fachtexten ebenfalls bewusst eingesetzt, um den Leser nicht durch Ausdrucksvariation zu verwirren. Ansonsten ist die Rekurrenz in medialen Texten und Sachtexten eher unbeliebt, die Variation der Benennungen wird aus stilistischen Gründen meist der Wiederholung vorgezogen. Eine lexematische Wiederholung bietet sich allerdings immer dann an, wenn ein Thema explizit wieder aufgenommen wird.

Andere Arten von Kohäsion resultieren aus voraus- und rückverweisenden sprachlichen Mitteln. Schon der bestimmte Artikel der / die / das kann auf den vorausgehenden Text Bezug nehmen bzw. für seine Funktion der Determination darauf aufbauen (Kap. 11.1.1). Vor allem wirken im Deutschen deiktische Verweiswörter und phorische Pronomina (Kap. 8.3.3) kohäsiv. Deiktische und phorische Ausdrücke können entweder auf einen vorhergehenden Textabschnitt (griech. ana-, zurück) oder auf einen folgenden Textabschnitt (griech. kata-, vor) bezogen sein. Dementsprechend differenziert man zwischen anadeiktischen und katadeiktischen, anaphorischen und kataphorischen Bezügen. (B4) gibt ein Beispiel aus der Werbung für ein katadeiktisches Element, ein objektdeiktisches das ohne textuellen Vorläufer. (B5) ist ein Beispiel für ein kataphorisches Verfahren mit dem texteinleitenden Ausdruck er ohne Rückbezugsmöglichkeit. (B6) zeigt eine mehrfache satzübergreifende Kohäsionsherstellung durch anadeiktische und anaphorische Bezüge.

B4
Kohäsion durch Katadeixis
Das brauchen wir!“ Wo gerne und viel Salat gegessen wird, darf das Edel-Salatbesteck nicht fehlen. Das hochwertige Material aus rostfreiem Edelstahl (18/0) schenkt dauerhaft schönen Glanz. Edel-Salatbesteck, 2 Teile, Nr. 794.355.539 nur 4.95
B5
Kohäsion durch Kataphorik
Er ist so vielseitig wie kaum ein anderer, dabei erstaunlich flexibel und bis 20 kg belastbar. Die Rede ist vom SUPERHAKEN, der sich überall ohne Montage anbringen lässt.
B6
Kohäsion durch Anadeixeis und Anaphern
Der Weltgeist ist der Geist der Welt, wie er sich im menschlichen Bewußtsein expliziert; die Menschen verhalten sich zu diesem als Einzelne zu dem Ganzen, das ihre Substanz ist. Und dieser Weltgeist ist gemäß dem göttlichen Geiste, welcher der absolute Geist ist. Insofern Gott allgegenwärtig ist, ist er bei jedem Menschen, erscheint im Bewußtsein eines jeden; und dies ist der Weltgeist.[ 5 ]

Bei der Sprachverarbeitung durch Computer (s. Kap. 18.6) bereiten Verfahren der Textkohäsion besondere Schwierigkeiten. Das ist nicht erstaunlich, denn sie erfordern einen verstehenden und aufmerksamen Leser bzw. Zuhörer beim mündlichen Vortrag des Textes.

Unter den Oberbegriff Kohäsion fallen weiter alle sprachlichen Mittel, die einzelne Sätze, Äußerungen oder andere sprachliche Einheiten semantisch-syntaktisch verknüpfen. Man nennt diese Verknüpfung auch Konnexion, dementsprechend werden die Lexeme als Konnektoren (Bindewörter) bezeichnet. Traditionell gehören diese Wörter zu verschiedenen Wortarten. Neuere Grammatiken, textlinguistische Untersuchungen und z. T. DaF-Lehrwerke fassen sie häufig in der großen Wortklasse der Konnektoren zusammen.[ 6 ] Laut Duden-Grammatik handelt es sich um grammatische Sprachmittel, die eine „Verknüpfungsbedeutung“ im Text haben (2016, S. 1083 ff.):

Angesichts der Vielfalt der heutigen Techniken ist zu ergänzen, dass die oben angenommene Eigenschaft des linearen Textaufbaus keine notwendige Eigenschaft ist: Hypertexte sind z. B. nichtlinear miteinander verknüpfte Texte in durchorganisierten Netzwerken, z. B. aus Lexikonstichworten. Die in gedruckten Texten übliche alphabetische Ordnung ist dann nur eine Anordnung unter anderen.

Auch eine Textstrukturierung durch graphische Mittel wie die einheitliche Gestaltung und die Abschnittsgliederung des Texts ist kohäsiv wirksam. Insoweit damit auch schon eine thematische Gliederung sichtbar wird, also inhaltliche Zusammenhänge, wird dadurch auch Kohärenz signalisiert.

17.2.2   Kohärenz

In engem Zusammenhang mit dem Begriff der Kohäsion wurde im Rahmen textlinguistischer Ansätze der Grundbegriff der Kohärenz entwickelt, der sich direkt auf den inhaltlichen Zusammenhang von Texten richtet. Dabei werden also semantische Merkmale und Kriterien angewendet. Zur Kohärenz eines Textes trägt z.B die Tatsache bei, dass mehrfach mit demselben oder unterschiedlichen Ausdrücken auf besprochene Gegenstände oder Sachverhalte referiert wird. So entsteht Referenzidentität. Während das Beispiel (B7) das oben schon eingeführte Kohäsionsverfahren der Rekurrenz benutzt und dadurch auch die Kohärenz sichert, wird in (B8) mit Substitution (hier: Ersetzung durch einen anderen benennenden Ausdruck) gearbeitet. Referenzidentität kommt in (B8) dadurch zustande, dass der Leser / Hörer bei beiden verwendeten Lexemen die gemeinte soziale Gruppe identifiziert.

B7
lexematische Rekurrenz
Trennen Sie bitte den Rücksendeschein ab (das grün umrandete Formular unterhalb der Rechnung). Füllen Sie anschließend beide Seiten des Rücksendescheins aus. So können wir alles zügig und problemlos für Sie bearbeiten.
B8
Substitution
Münster <wlv> Der jüngste Plan der Europäischen Kommission, die Beihilfen für Landwirte ab 2009 zu kürzen, trifft auf den entschiedenen Widerstand der Bauern.

Referenzidentität schließt nicht aus, dass durch das ersetzende Lexem zugleich neue Informationen zum Thema eingeführt oder ins Spiel gebracht werden. Der Textrezipient muss die Substitutionsbeziehung aus seinem Weltwissen und seinem Textwissen ableiten. Wie (B9) zeigt, leistet das Verfahren der Determination dabei Hilfestellung, falls der Leser nicht weiß, dass Steve Vai aus New York kommt und Klangtechniker ist.

B9
Substitutionsbeziehungen
Als Teenager lernte er bei Joe Satriani, später war er es, der andere verblüffte: Gitarrist Steve Vai. Frank Zappa schnappte sich den virtuosen New Yorker für sein Ensemble, später wertete Vai die Bands von David Lee Roth und Eddie van Halen auf. Sein Doppelalbum „Sound Theories“ präsentiert der Klangtechniker mit neuer Band.

Zusammenhang entsteht auch durch Wörter, die gemeinsame semantische Merkmale besitzen. In Bezug auf sprachliche Elemente, die zum gleichen Wortfeld (Sachbereich) gehören, spricht man von Isotopie (griech. iso topos = am selben Ort). Lexeme mit gemeinsamen semantischen Merkmalen tragen als Isotopienetz (Isotopiekette) zur Kohärenz des Textes bei. Im oben genannten Beispiel etwa etablieren gemeinsame Bedeutungskomponenten oder Seme wie [+ Musik] (Gitarrist, Band, Album), [+ Geräusch] (Sound, Klang), [+ künstlerisch] (virtuos), [+ Gruppe von Künstlern] (Ensemble, Band) solche Isotopienetze.

B10
Isotopienetze
Als Teenager lernte er bei Joe Satriani, später war er es, der andere verblüffte: Gitarrist Steve Vai. Frank Zappa schnappte sich den virtuosen New Yorker für sein Ensemble, später wertete Vai die Bands von David Lee Roth und Eddie van Halen auf. Sein DoppelalbumSound Theories“ präsentiert der Klangtechniker mit neuer Band.

Das Konzept der Isotopie wurde für die Analyse von poetischen Texten und Witzen nutzbar gemacht, aber auch für Fachtexte.

Isotopien hängen oft mit dem im Text behandelten Thema zusammen. Ein Thema erkennt man daran, dass fortlaufend etwas darüber gesagt wird. Die Thema-Rhema-Theorie versucht, sogar einzelne Sätze mit der Opposition Thema (das Besprochene) und Rhema (die darüber mitgeteilte Information) aufzuschlüsseln. Diese linguistische Richtung nennt sich Funktionale Satzperspektive. Historisch geht sie auf die Prager Schule zurück (vgl. Eroms 1986, s. Kap. 3). In ähnlicher Bedeutung wird auch von Topik und Kommentar oder von Fokus und Hintergrund (relevant / weniger relevant) gesprochen. Mit der doppelten Frage: ‚Was wird worüber gesagt?‘ kann eine solche Analyse beginnen. Sätze können allerdings keine thematische Struktur haben, nur Texte (vgl. z. B. Adamzik 2003, S. 120 ff.) und Diskurse.

Die GdS (Zifonun / Hoffmann / Strecker 1997) geht davon aus, dass Texte aus Thema-Rhema-Einheiten bestehen, in denen bestimmte symbolische, deiktische und operative Ausdrücke ein Thema einführen oder fortführen. Die einzelnen Rhemata ordnen sich in den übergreifenden Themenzusammenhang ein (GdS, S. 536).

Abb. 1:   Typen thematischer Organisation




Themenentwicklung


Themafortführung

 

┌── ├── ───────┼── ├── └── ──────────


Themensplitting
Themensubsumtion
Themenkomposition
Themenassoziation
Themenreihung
Konstantes Thema

Ein thematischer Gegenstand kann als konstantes Thema behandelt werden, dann handelt es sich um eine Themafortführung. Ein konstantes Thema kann z. B. mit anaphorischen Elementen wie er oder mit anadeiktischen Ausdrücken wie der fortgeführt werden (s. B11). In vielen Fällen findet jedoch eine Themenentwicklung statt, die unterschiedliche Textstrukturen erzeugen kann (Abb. 1, GdS S. 537).

Das Textbeispiel (B11) zeigt eine Themafortführung. Der erste Satz im Text enthält als thematischen Ausdruck [die Bundeskanzlerin], mit der Anapher [sie] wird das Thema aufrechterhalten, um ein zweites Rhema hinzuzufügen, so dass die Struktur entsteht:

      
Ausdruck th1 + Rhema 1 => Ausdruck th1 + Rhema 2
B11
Themafortführung
Die Bundeskanzlerin leitet die Geschäfte der Bundesregierung nach einer vom Bundeskabinett beschlossenen und vom Bundespräsidenten genehmigten Geschäftsordnung. Sie trägt die Regierungsverantwortung gegenüber dem Bundestag.
B12
Themensplitting
So verwenden Sie die primären und sekundären Tasten:
  • –    Mit der primären Taste führen Sie Klick- und Doppelklickaktionen aus.
  • –    Mit der sekundären Taste zeigen Sie Kontextmenüs an oder führen weitere programmspezifische Funktionen aus.

(B12) ist ein einfaches Beispiel für einen Text, der die Behandlung von zwei Themen ankündigt und dann einzeln durchführt. Wie in diesen Beispielen erfolgt die thematische Einführung meist durch Lexeme mit definiter oder indefiniter Kennzeichnung. Das Thema kann dann über Rekurrenz oder Substituierung weitergeführt werden.

Spezielle sprachliche Mittel für ein Themensplitting sind im Deutschen z. B. der eine – der andere und Aufzählungen (der erste / zweite …). Themenassoziation kann z. B. mit „Übrigens …“ eingeleitet werden. Bei einer differenzierenden Fortführung eines Themas, auch wenn spezielle Aspekte fokussiert werden, kommen oft deiktische Ausdrücke (fett) neben weiterführenden Anaphern (kursiv) zum Einsatz wie in (B13):

B13
Ist Deutsch noch zu retten? [ 7 ]
Die Eliten in Deutschland sprechen Englisch, (…) und für Wirtschaft, Wissenschaft und Politik ist das ein Gewinn. Für Menschen aber, die Sprache als Mittel der Erkenntnis einsetzen, ist es ein Verlust. Sie verlieren ihre Sprachheimat. Werden sich unser Denken und unsere Wahrnehmung der Welt dadurch verändern?

(B14) verdeutlicht, dass sogar bei öffentlich-amtlichen Texten gelegentlich thematische Sprünge vorkommen. Der Verfasser hat es dann versäumt, sich in den Leser (der hier auch einer mit schlechten Deutschkenntnissen sein kann) ‚hineinzudenken‘. Das Fehlende muss durch Inferenz (schlussfolgerndes Mitdenken) erschlossen werden.

B14
Progression mit thematischem Sprung
Merkblatt zum Antrag auf Zulassung zu einem Integrationskurs gemäß § 44 Abs. 4 AufenthG
Sehr geehrte Dame, sehr geehrter Herr,
als rechtmäßig und dauerhaft in Deutschland lebende(r) Ausländer(in) bzw. als Bürger(in) eines Mitgliedstaates der Europäischen Union können Sie nach § 44 Abs. 4 AufenthG durch das Bundesamt zur Teilnahme an einem Integrationskurs (Sprach- und Orientierungskurs) zugelassen werden, sofern Sie einen gesetzlichen Teilnahmeanspruch nach § 44 Abs. 1 AufenthG nicht oder nicht mehr besitzen.
Den vollständig ausgefüllten Antrag senden Sie bitte schriftlich in einem ausreichend frankierten Umschlag an die zuständige Außenstelle des Bundesamtes.

Dem zu erschließenden Sinnschritt entspricht in (B14) ein verbindender Satz wie Um an dem Kurs teilzunehmen, müssen Sie einen Antrag stellen.

Ein häufiges textgrammatisches Mittel sind Weglassungen, die mit einem Terminus von Ludger Hoffmann als Analepse bezeichnet werden (2013, S. 194 ff.). Sie treten regulär in Texten auf, wenn bei Themafortführung z. B. ein wiederkehrendes Subjekt nicht wiederholt wird, mündlich sind sie noch häufiger. Ein Beispiel des Autors zeigt, welche thematischen Ausdrücke weggelassen werden, ohne den Eindruck einer Lücke zu erzeugen:

B15
[Johanna] Th1 überquerte die Karlsbrücke, [  ] Th1 durchlief einige gewundene Gassen der Kleinseite und [  ] Th1 machte sich an den Aufstieg hinauf zur Burg.

Die Wortbildung des Fachbegriffs verdankt sich der Kombination von ana- (zurück, rückwärts) mit dem traditionellen Ausdruck Ellipse für Auslassungen.

17.2.3   Gesagtes und Nicht-Gesagtes

Die Herstellung von Zusammenhang im Text erfolgt nicht unbedingt explizit sprachlich, oft bleibt sie dem Rezipienten überlassen. Mit dem Nicht-Gesagten bzw. Nicht-Geschriebenen, aber dennoch Mitverstandenen hat sich auch die Sprachphilosophie näher befasst. In diesem Zusammenhang ist besonders Herbert Paul Grice zu nennen.[ 8 ]

Nach Grice ist menschliche Verständigung nur möglich, weil Sprecher und Hörer von einem Kooperationsprinzip ausgehen. Dessen logische Grundsätze erfasst er als Konversationsmaximen. Zu den wichtigsten Maximen gehören:

Unabhängig von der tatsächlichen kommunikativen Praxis sind diese Leitlinien des Handelns als rationale Unterstellungen wirksam. Das bedeutet: Hörer sind bereit, auch in scheinbar unzusammenhängenden Gesprächsbeiträgen oder Textabschnitten einen Sinn zu suchen, weil sie dem Sprecher eine vernünftige Mitteilungsabsicht unterstellen. In (B16) z. B. macht die Aussage „Die Post war schon da.“ als Folgeäußerung nur dann Sinn, wenn man die Relevanzmaxime voraussetzt, d. h. davon ausgeht, dass sich aus dieser Information Aufschluss über den erfragten Zeitpunkt gewinnen lässt.

B16
A:  Wie spät ist es?
B:  Die Post war schon da.

Der Zusammenhang zwischen den beiden Äußerungen ergibt sich über einen unausgesprochenen gedanklichen Zwischenschritt, den Grice als konversationelle Implikatur bezeichnet (hier: Die Post kommt immer zu einer bestimmten Zeit). Konversationelle Implikaturen bezeichnen also etwas, was der Sprecher so nicht gesagt hat, das aber in der Bedeutung der Äußerung oder des Satzes mit enthalten ist.

Der Begriff Konversationelle Implikatur überschneidet sich z. T. mit dem, was in der Linguistik „Präsupposition“ genannt wird. Präsuppositionen sind Vorannahmen, die einer bestimmten Äußerung oder einem Satz zugrunde liegen. Eine Frage wie „Aus welchem Land kommen Sie?“ enthält z. B. die Präsupposition, dass der oder die Angesprochene „ausländisch“ wirkt. Sie kann sich daher als unpassend oder gar beleidigend erweisen. Als rhetorische Strategien sind Implikaturen und Präsuppositionen besonders interessant, da sie bei Protest des Hörers gegebenenfalls auf ‚elegante‘ Weise zurückgewiesen werden können (Das habe ich nicht gesagt / gemeint).

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17.3   Text als situationsentbundenes Handeln

17.3.1   Formen der Überlieferung

Wenn die Textlinguistik zu einem Teil auch Gespräche als (mündliche) Texte auffasst und den Textbegriff so auf kommunikatives Handeln an sich ausdehnt, hat sie damit insofern recht, als Texte wie Gespräche dazu dienen können, dass ein Interaktant ein kommunikatives Ziel erreicht. Die Funktionale Pragmatik legt dagegen aber Wert auf den Unterschied zwischen Diskurs als unmittelbarer situationsgebundener mündlicher Kommunikation und Text als Handlungsergebnis, das seinen Adressaten erst später, in einer anderen Sprechsituation erreicht.

Produktion und Rezeption fallen bei Texten zeitlich-räumlich auseinander. Dies nennt Ehlich eine zerdehnte Sprechsituation.[ 9 ] Das kann so aussehen, dass ein Text verfasst und als Dokument, Datei o.a. weitergegeben wird, für eine oder für vielfache spätere Rezeption. Das kann aber auch so aussehen, dass eine sprachliche Handlung über die unmittelbare Sprechsituation hinaus aufbewahrt (gespeichert) und dem Hörer zu einem anderen Zeitpunkt zugänglich gemacht wird. In beiden Fällen ist der Text ein Mittel der Fixierung mit der Aufgabe der Aufbewahrung – Ehlich spricht allgemein von Überlieferung – der sprachlichen Handlungen (Abb. 2).

Abb. 2:   Handlungsphasen der zerdehnten Sprechsituation   (nach Ehlich 2007h, S. 38)

Abbildung 2

Grundsätzlich ist es möglich, Inhalte auch in mündlicher Form zu überliefern. In vorschriftlichen Zeiten war dies die normale Art der Weitergabe von Wissen und Kultur an die nächste Generation. Priester, Geschichtenerzähler oder Sänger kannten Techniken, um Texte im Gedächtnis aufzubewahren und immer wieder an andere weiterzugeben. Das Problem der begrenzten Gedächtniskapazität bewältigte man mit Hilfe von Reim und Rhythmus, phonologischen und syntaktischen Rekurrenzen, auch mit Versschemata. In der Gegenwart gibt es nach wie vor Textarten, für die mündliche Weitergabe typisch ist: Sinnsprüche und Witze gehören dazu.

Bei Schriftlichkeit wird demgegenüber keine persongebundene, sondern eine materielle und damit objektivere Art der Überbrückung der Raum-Zeit-Differenz zwischen Sprecher und Hörer vorgenommen. Die schriftliche Fixierung ermöglicht verschiedene Arten von Speicherung, sei es auf Papier oder in einer Textdatei. Die sprachliche Handlung oder das „Sprachwerk“ (Bühler) kann dann zu beliebigen anderen Zeitpunkten und an anderen Orten wieder abgerufen werden. Im Vergleich zur gemeinsamen Präsenz von Sprecher und Hörer in der Diskurssituation ergeben sich beim Text zwei „halbe“ Sprechsituationen, in denen einmal der Sprecher, einmal der Hörer fehlt.

Das Problem der beschränkten Gedächtniskapazität ist mit der Entwicklung der Schrift gelöst. Es stellt sich jedoch die Frage der Haltbarkeit von Materialien und ihrer Eignung für die Zwecke des Schreibens und Lesens. Neue Möglichkeiten der Speicherung von Texten, die nicht auf die Schriftform angewiesen sind, haben sich mit den Aufzeichnungsmöglichkeiten von Bild und Ton im Laufe des 19. und 20. Jh. entwickelt. Die Vergänglichkeit der materiellen Speichermedien bildet aber bis in die elektronische Aufbewahrung hinein ein bleibendes Problem.

17.3.2   Konsequenzen der zerdehnten Sprechsituation

Die zerdehnte Sprechsituation bringt gegenüber der Handlungskonstellation Diskurs entscheidende Veränderungen mit sich. Da sich Sprecher und Hörer nicht im selben Handlungsraum befinden, ist z. B. die Verwendung prosodischer, gestischer und mimischer Verfahren nicht möglich. Gängige Mittel der Schriftauszeichnung (Fettdruck, Farbdruck) können im Text nur ein kleiner Ersatz sein für sprechsprachliche Möglichkeiten, die Relevanz des Gesagten hervorzuheben, etwa durch Lautstärke, Stimmhöhe oder Taktstockgesten (vgl. Kap. 14.5). Auch die Verwendung deiktischer Mittel ist eingeschränkt bzw. an Zusatzbedingungen gebunden, je nachdem, ob die Origo des Sprechers (Schreibers) erkennbar oder erschließbar ist.

Anders als bei Diskursen besteht in Texten aufgrund der zeitlich-räumlichen Trennung nicht die Möglichkeit, Verständigungsprozesse sequentiell zu organisieren. Ein Sprecherwechsel kann bei der Textrezeption nicht bzw. nur zeitlich verzögert (als Abfolge von Texten, z. B. durch einen Leserbrief) stattfinden. Eine spontane Reaktion des Hörers auf einen Text ist für den Verfasser nicht wahrnehmbar, die Möglichkeit einer Verständnisrückfrage nicht gegeben. Die Bearbeitung des hörerseitigen Verstehens, die der Sprecher im Diskurs während der laufenden Verarbeitung vornehmen kann, kann im Text daher nur vorwegnehmend, antizipatorisch, geleistet werden. Der Sprecher ist dabei auf Annahmen über das Hörerwissen und über die Rezeption seiner sprachlichen Handlungen angewiesen. Solche Rücksichtnahmen können dazu führen, dass Wissenselemente aufgrund von unterstellten Verstehensproblemen mehrfach verbalisiert werden. Das führt zu einer mehr oder weniger großen Redundanz [ 10 ] des Textes bezüglich der thematisierten Inhaltsmomente. Ob solche Redundanz verstehensfördernd ist oder als lästig und störend empfunden wird, kann nur von konkreten Lesern beurteilt werden.

Handlungsmuster wie Erzählen, Begründen oder Frage-Antwort, wie sie in Kap. 16.1 an Diskursen aufgezeigt wurden, werden auch in Texten realisiert, erfahren aber spezielle Ausprägungen, da (Re-)Aktionen des Hörers in der zerdehnten Sprechsituation systematisch entfallen. So ist die Erteilung einer Erzählerlaubnis in Erzähltexten beispielsweise nicht möglich.[ 11 ] Auch kann der Erfolg, das Glücken von Handlungsmustern wie Begründen oder Erzählen, bei Texten vom Sprecher nicht sichergestellt und nicht überprüft werden. Das Handlungsmuster Frage-Antwort führt im Textfall entweder zu einer Abfolge von Texten oder geschieht als einaktantige [ 12 ] Realisierung, wobei der Sprecher die Rolle des (gedachten) Hörers mit übernimmt.

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17.4   Mündliche Texte

Der Übergang von Diskurs in Text und die damit verbundenen Konsequenzen für die Organisation und Durchführung sprachlichen Handelns werden deutlich, wenn man das Beispiel (B17) (Transkript (Ts9)  Transkript  Lautsprecher „Wohnungssuche: ABW“) mit dem in Kap. 16 angesprochenen Telefongespräch (Ts7)  Transkript  Lautsprecher „Wohnungssuche“ vergleicht.

Bei der Kommunikation über den Anrufbeantworter ergeben sich zwei mündliche Texte. In der Abwicklung des Handlungsablaufs „Besichtigungstermin vereinbaren“ nehmen die beiden Texte systematisch den Status von Teilhandlungen ein. Da keine Möglichkeit des Abgleichs von Sprecher- und Hörerwissen besteht, wird der Handlungsablauf angehalten und die Fortsetzung auf einen späteren Zeitpunkt verschoben. Für diese Funktion wird die technische Möglichkeit der Aufzeichnung von Sprache benutzt.

B17
mündlicher Text   ((Ts9)  Transkript  Lautsprecher „Wohnungssuche: ABW“, Telefonkommunikation)
V = Vermieterin
S = wohnungssuchende ausländische Studentin
┌─────────────────────────────────────────────────
│V ┌...((3 sec))... /__1 Hier ist der Anschluss
│ └ /_1 Popmusik und Rauschen im Hintergrund
1 └────────────────────────────────────────────────────────────
┌─────────────────────────────────────────────────
│V [von Anni Obermeier. Ich freue mich über Ihren Anruf
2 └────────────────────────────────────────────────────────────
┌─────────────────────────────────────────────────
│V [und bitte Sie, mir Ihren Namen nach dem Signalton auf
3 └────────────────────────────────────────────────────────────
┌─────────────────────────────────────────────────
│V [das Band zu sprechen. Ich melde mich dann schnellst-
4 └────────────────────────────────────────────────────────────
┌─────────────────────────────────────────────────
│V [möglichst bei Ihnen.Vielen Dank und auf Wiederhörn...
5 └────────────────────────────────────────────────────────────
┌─────────────────────────────────────────────────
│V ┌% __/1 ..((3sec))..((Piepston))
│ └% = Knacken
│S ┌ /_2 Ja, grüß Gott, mein
│ └ /_2 laut, deutlich, mit
6 └────────────────────────────────────────────────────────────
┌─────────────────────────────────────────────────
│S ┌ Name ist Susanna, meine Telefonnummer fünf vier.
│ └ freundlicher Stimme
7 └────────────────────────────────────────────────────────────
┌─────────────────────────────────────────────────
│S [sechs drei sechs. sieben fünf... Ich rufe aufgrund
8 └────────────────────────────────────────────────────────────
┌─────────────────────────────────────────────────
│S ┌Ihrer A:nzeige im Werbespiegel, 2_/ /_3 und ich
│ └ /_3 leiser werdend,
9 └────────────────────────────────────────────────────────────
┌─────────────────────────────────────────────────
│S ┌ bitte, dass Sie mich umgehend zurück a:nrufen. Vielen
│ └ mit schwindender Freundlichkeit
10└────────────────────────────────────────────────────────────
┌─────────────────────────────────────────────────
│S [Dank. Auf Wiederhörn. 3_/ ((legt auf))
11└────────────────────────────────────────────────────────────

Der erste Text bearbeitet zunächst nur die Abwesenheit der Angerufenen, die Unmöglichkeit einer direkten Kontaktaufnahme. Im vorliegenden Fall handelt es sich um einen privaten Telefonanschluss; eine Selbstidentifikation des Sprechers erfolgt über Namensnennung. Die folgende Äußerung enthält eine positive Bewertung der Kontaktaufnahme (ich freue mich über Ihren Anruf) sowie die Bitte, sich selbst zu identifizieren (und bitte Sie, mir Ihren Namen …). Ihr folgt das Versprechen, seinerseits die weiteren Folgehandlungen zu übernehmen (ich melde mich dann schnellstmöglichst bei Ihnen), wobei die Deixis dann die vorhergehende Handlungsaufforderung als Voraussetzung zur Erfüllung dieses Versprechens ausweist. Dank und Abschied bilden die nächsten Handlungsschritte, die jeweils durch eine Formel (vielen Dank, auf Wiederhören) aufgenommen und durch und zusammengebunden werden. Der erste Text ist nicht spezifisch auf das Anliegen „Wohnung vermieten“ bezogen.

Der zweite Text (Reaktion der Anruferin) weist ebenfalls die sprachlichen Handlungen Gruß und Selbstidentifikation auf, erweitert um die Angabe der Telefonnummer. Nach einer Pause abgesetzt erfolgt die Anliegensdarstellung. Die Handlungssequenz „Terminvereinbarung“ wird an diesem Punkt eingeleitet, kann aber nicht weiter durchlaufen werden; der Text formuliert daher die Bitte um Kontaktaufnahme. Wie im diskursiven Telefongespräch finden sich als weitere Handlungsschritte Dank und Abschied.

In beiden Texten werden Musterteildurchläufe realisiert (z. B. Selbstidentifikation, Gruß, Abschied) (vgl. Kap. 16). Der hörerseitige Teil der Handlungssequenzen (Gegengruß, Abschiedsformel) entfällt; es ergeben sich komplementär gelagerte, einaktantige Realisierungen.

Die Produktion mündlicher Texte ist wie im Falle von Diskurs eine „online-Tätigkeit“. Die Zeit, die der Sprecher für die mentale Planung braucht, muss mit der Sprechzeit koordiniert werden. Können die Texte als vorgefertigte Einheiten mental abgerufen werden oder werden sie abgelesen, ergibt sich eine gewisse Planungsverkürzung. Gerät der Sprecher jedoch „aus dem Takt“, muss er Reparaturen vornehmen, die an der sprachlichen Oberfläche erkennbar werden. In (B17) zeigt sich die zunehmende Anstrengung der Sprecherin in Fl. 9 bis 10: Sie realisiert verbal zwar konsistent das begonnene Handlungsmuster, kann die Freundlichkeit ihrer Stimme jedoch über den Gesamttext hinweg nicht aufrecht erhalten. Ihr Sprechen wird zunehmend leiser und „erlahmt“.

Auch die Rezeption von Texten unterliegt bei Mündlichkeit einer zeitlichen Beschränkung.[ 13 ] Der Text liegt nicht „als Ganzes“ vor, sondern bleibt an einen zeitlichen Ablauf gebunden und erfordert eine chronologische hörende Rezeption. Anders sieht es aus beim Transkript, also beim Lesen einer Verschriftlichung solcher Texte wie in (B17).

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17.5   Schriftliche Texte

17.5.1   Textorganisation und Verstehenssicherung

Gegenüber der Vertextung mündlicher Äußerungen bringen schriftliche Texte eine weitergehende Loslösung vom Faktor „Zeit“ mit sich. Schriftlichkeit eröffnet dem Sprecher zum einen Zeit für erweiterte Planungstätigkeiten, da die Umsetzung bzw. der Abschluss der sprachlichen Handlung aufschoben werden kann. Der Schreiber kann daher seine sprachliche Handlung mehrfach verändern, ohne dass es zu einer interaktiven Störung kommt. Zum anderen kann der Hörer die Rezeption von Textteilen wiederholen, ohne an deren zeitliche Abfolge gebunden zu sein.

Dass Sprecher und Hörer im Falle der Schriftlichkeit jeweils mehr Zeit zur Verfügung steht, schlägt sich in einer größeren Komplexität und Komprimiertheit des schriftsprachlichen Handelns nieder. Andererseits besteht bei der Rezeption eines Textes nicht die Möglichkeit der Nachfrage, sodass sich die entgegengesetzte Tendenz zu einer höheren Redundanz ergibt, was in (B18) z. B. an der hohen Zahl von rekurrenten Ausdrücken deutlich wird.

B18
Retoursendung
Wie Sie Waren – innerhalb Deutschlands portofrei – zurücksenden können:

1.   Trennen Sie bitte den Rücksendeschein ab (das grün umrandete Formular unterhalb der Rechnung). Füllen Sie anschließend beide Seiten des Rücksendescheins aus. So können wir alles zügig und problemlos für Sie bearbeiten.

2.   Sollten Sie einen Umtausch wünschen, tragen Sie Ihre Ersatzwünsche bitte auf dem Neubestellungsformular ein (hintere Seite des Rücksendescheins).

3.   Lösen Sie nun den Rücksendeaufkleber ab (siehe oben), und kleben Sie ihn auf das Paket. Entfernen Sie dazu den alten Adressaufkleber, oder kleben Sie den Rücksendeaufkleber exakt darüber. Den ausgefüllten Rücksendeschein legen Sie bitte dem Paket bei.

Verwenden Sie den Rücksendeaufkleber nur für Waren aus dieser Sendung.

4.   Geben Sie bitte das Paket bei der Post ab, und heben Sie den abgestempelten Retouren-Einlieferungschein (siehe rechts) als Nachweis auf. Eine Paketkarte brauchen Sie nicht mehr auszufüllen.

Um die Rezeption zu erleichtern, wird die Gliederung des Textes (Textorganisation) dem Hörer häufig vorwegnehmend oder zusammenfassend deutlich gemacht. Da der Text materiell vorliegt, ergeben sich bei Schriftlichkeit spezifische Möglichkeiten der Orientierung im Text. Das materielle Erzeugnis selbst kann als Orientierungsbasis benutzt werden. Der obige Ausschnitt aus einem instruktiven Text [ 14 ] enthält mehrere Beispiele (rechts, oben, hintere Seite, …).[ 15 ] Der Text zeigt ebenfalls deutlich die Bearbeitung antizipierter Verstehensprobleme durch den Schreiber. So wird der Rücksendeschein nachträglich durch einen Einschub auffindbar gemacht (das grün umrandete Formular unterhalb der Rechnung). Auch in Bezug auf das Neubestellungsformular sowie den Retouren-Einlieferungsschein werden unterstellte Verstehensprobleme durch Einschübe aufgenommen.

Zur Textorganisation im Mikrobereich werden bei Schriftlichkeit sprachliche Prozeduren und visuelle Verfahren genutzt. Drei Beispiele für verbale textorganisierende Prozeduren im Text sind

Je nach Umfang des Textes und thematischem Aufbau ergibt sich bei der Analyse eine „Makrostruktur“, die oft an Überschriften und anderen formalen Merkmalen des Textes optisch ablesbar ist. Wichtige Bestandteile können visuell durch Veränderung des Schrifttyps (Größe, Fettdruck u. a.) hervorgehoben, eine Reihenfolge kann durch Spiegelstriche oder Nummerierung abgebildet werden. Auch der folgende Ausschnitt aus einer Bedienungsanleitung zeigt verschiedene Verfahren der visuellen Gliederung. Optisch in großer, fett gedruckter Schrift abgesetzt findet sich eine Begrüßung (Willkommen); die Überschriften zu verschiedenen Aspekten der Bedienung des Geräts werden jeweils durch Fettdruck ausgewiesen. Die einzelnen sprachlichen Handlungen sind durch Absätze und Leerzeilen voneinander abgesetzt.

B19
schriftlicher Text   (Bedienungsanleitung für eine Maus)
Willkommen
Herzlichen Glückwunsch zum Erwerb dieses FIRMEN-NAME Zeigegeräts.
Anschließen des Zeigegeräts
Die Art des Anschlusses hängt vom jeweiligen Zeigegerätmodell sowie von der Konnektivität, die gemäß der Angabe auf der Verpackung für Ihr Zeigegerät unterstützt wird, ab. Ein Adapterstecker sollte nur verwendet werden, wenn er im Lieferumfang des FIRMEN-NAME Zeigegeräts enthalten ist.

(B19) zeigt zudem, dass die verbale Planung, die bei Schriftlichkeit über einen längeren Zeitraum erfolgt, zu äußerst komplexen Formulierungen führen kann (gemäß der Angabe auf der Verpackung für Ihr Zeigegerät). Das Beispiel weist insgesamt eine ungeschickte Vertextung von Wissenselementen auf. Die komplexe Formulierung enthält nicht nur die grammatikalisch fragwürdige Verwendung der Präposition für (statt: Ihres Zeigegeräts), sondern ist überdies noch in einen Nebensatz eingebettet, der den Ausdruck die Konnektivität näher bestimmt. Trotz der Länge des Nebensatzes wird der abgetrennte Verbteil alleinstehend am Satzende platziert (statt: von der Konnektivität ab, die …).

Komprimierte Wissensdarstellungen durch ausgebaute Nominalphrasen und Nebensätze sind insbesondere für Schriftlichkeit in Institutionen charakteristisch. Das in (B14) vorgestellte „Merkblatt zum Antrag auf Zulassung zu einem Integrationskurs“ gibt ein Beispiel. Zwar weist der Text äußere Merkmale des Hörerbezugs auf (sehr geehrte Dame, sehr geehrter Herr); er lässt jedoch deutlich erkennen, dass er nicht mit Blick auf den Rezeptionsprozess dieser Hörer bzw. Leser (im vorliegenden Fall Migranten, die einen Deutschkurs besuchen wollen) konzipiert wurde. Vielmehr wird hier lediglich ein vorgängiger juristischer Text (Rechtmäßig und dauerhaft in Deutschland lebende Ausländerinnen können …) durch die Anrede (als Ausländer können Sie …) als „Merkblatt“ ausgegeben. Der Text stellt den Rezipienten vor die Schwierigkeit, das vermittelte Wissen einer äußerst komprimierten Darstellung entnehmen zu müssen. Er ist somit nicht rezipientenorientiert verfasst.

17.5.2   Handlungsmuster in schriftlichen Texten

Veränderungen von Handlungsmustern, die sich durch die zerdehnte Sprechsituation ergeben, wurden bereits an mündlichen Texten beispielhaft aufgezeigt. Einaktantige Muster-Umsetzungen sind auch für schriftliche Texte charakteristisch. (B20) zeigt einen Ausschnitt aus einer Parteibroschüre zur Bundestagswahl. Dort heißt es:

B20
schriftlicher Text   (Werbebroschüre zur Bundestagswahl)
Wer gelbe [ 17 ] Inhalte stärken will – ob in Regierung oder Opposition – muss Gelb wählen. Denn welche Partei in Deutschland steht für ökologische Modernisierung und verbindet Innovation und Nachhaltigkeit? Welche Partei steht für Weltoffenheit und eine multikulturelle, antirassistische Integrationspolitik? Welche Partei steht konsequent für Bürger- und Menschenrechte? Welche Partei steht für eine Wirtschafts- und Sozialpolitik jenseits von neoliberalem Marktradikalismus und bürokratischem Staatszentralismus, für Mittelstandspolitik statt der Fixierung auf Großkonzerne? Nur wir Gelben.
Deshalb: Bei der Bundestagswahl am 18. September 2005: beide Stimmen für Gelb!

In (B20) formal auffällig sind zunächst die zahlreichen lexikalischen und syntaktischen Rekurrenzen (welche Partei steht für). Betrachtet man den kleinen Abschnitt hinsichtlich seiner illokutiven Struktur, so ergibt sich ein komplexes Bild.

Der Gesamtzusammenhang des Textes lässt sich als Handlungsmuster Auffordern bestimmen. Die Realisierung des Handlungsmusters geschieht hier sehr geschickt, indem dem Hörer bzw. Leser Eigentätigkeiten abverlangt werden. Es ist zunächst an der sprachlichen Oberfläche nicht zu erkennen. Der Text beginnt mit einer komplexen Assertion. Durch den Ausdruck wer wird eine unbekannte (menschliche) Person bezeichnet, die eine bestimmte Zielvorstellung für ihr Handeln besitzt (gelbe Inhalte stärken wollen). Für diese Person wird eine Handlungsanweisung formuliert (muss Gelb wählen), wobei das Modalverb muss eine sehr starke Handlungsobligation ausdrückt. Handlungsanweisung und Nennung ihrer Voraussetzungen enthalten dieselbe nennende Prozedur (gelb – Gelb), wobei weder die eine noch die andere Verwendung einer Wörterbuchdefinition von „gelb“ als Farbe entspricht, sondern beide kulturelles Wissen enthalten.

Abb. 3:   Illokutive Struktur des Textes   (Wahlwerbung)

Abbildung 3

Im weiteren Textverlauf bearbeitet der Schreiber des Textes antizipatorisch ein Akzeptanzproblem bezüglich dieser Vorgängeräußerung. Gerahmt durch einleitendes denn [ 18 ] und ausleitendes deshalb werden die folgenden sprachlichen Handlungen explizit als Begründungen ausgewiesen. Die begründenden Wissenselemente sollen vom Hörer bzw. Leser aber selbst in einer eigenen mentalen Tätigkeit aufgefunden werden. Zu diesem Zweck nutzt der Text das Handlungsmuster Frage-Antwort. Realisiert wird eine Abfolge [ 19 ] von vier Fragen, die auf die Identifizierung einer (welcher?) Partei abzielen. Der Schreiber verlässt sich jedoch nicht vollständig darauf, dass der Hörer in Eigentätigkeit eine Antwort formuliert, sondern nimmt in der Folge selbst die systematische Position des Hörers im Handlungsmuster ein (nur wir Gelben). In der Antwort offenbart er zugleich seinen eigenen Standpunkt als Vertreter der Partei (wir), wobei offen bleibt, ob der Gebrauch der Deixis den Hörer einschließt. Nach einer Nennung von Zeit und Umständen (bei der Bundestagswahl 2005) wird abschließend eine Anweisung gegeben (beide Stimmen für gelb!), also ein Direktiv realisiert.

Die Einbettung der im Text realisierten Handlungsmuster ineinander wird in Abb. 3 graphisch dargestellt.

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17.6   Texte in der Fremd- und Zweitsprache Deutsch

Ebenso wie Diskurse unterliegen auch Texte einer großen interlingualen Variation (Fix / Habscheid / Klein 2001). Selbst internationalisierte Texttypen wie z. B. wissenschaftliche Artikel unterscheiden sich hinsichtlich der gewählten Handlungsmuster und einzelsprachlichen Mittel zur Herstellung textueller Bezüge (Graefen / Fandrych 2002, Thielmann 2009).

Da schriftliche Texte sprachliches Handeln fixieren und es der Beobachtung und Analyse zugänglich machen, sind sie für den Unterricht nach wie vor das bevorzugte Material. Durch die zerdehnte Sprechsituation erfahren Texte eine „Dekontextualisierung“ (vgl. Bredel 2007, S. 40 ff.) und Verobjektivierung; sie wirken auch deutlich stärker normativ als das Gesprochene. Im gelingenden Fall entsteht eine „metakommunikative Sprachbewusstheit“ und die Fähigkeit, mit Sprache bewusst einen kommunikativen „Rahmen“ zu setzen (a.a.O., S. 194 ff.).

Ein besonderes Problem für die Textrezeption – auch bei Deutsch als Erstsprache – bilden, wie oben gezeigt, institutionelle Texte, z. B. Rechts- oder Verwaltungstexte, die aufgrund ihrer Komplexität und ihres mangelnden Rezipientenbezugs nur durch mehrfaches Lesen, oft auch ohne Hilfe gar nicht erschlossen werden können. Für Deutsch als Fremd- und Zweitsprache kommt hinzu, dass auch scheinbar einfache Verfahren der Kohärenzherstellung durch deiktische und phorische Bezüge nur schwer durchschaubar sind. Hier müssen die entsprechenden Mittel erst bewusst gemacht und in ihrer Funktion erläutert werden. Dies gilt auch für die eigene Produktion von Texten, insbesondere in der Wissenschaftssprache Deutsch (Graefen / Moll 2011).

Ein bekanntes Rezeptionsproblem bei Fremd- und Zweitsprachigkeit ist zudem das Stolpern über ein unbekanntes Wort, das unter Umständen den gesamten Rezeptionsprozess blockiert. Hinsichtlich der Rezeption von Texten wird daher im DaF-Unterricht besonderer Wert auf das so genannte „globale Lesen“ gelegt, bei dem ein Text zunächst nur „überflogen“ wird, wobei Toleranz gegenüber unverstandenen Textstellen eingeübt werden kann. Eine andere Strategie ist das Suchen von „Schlüsselwörtern“, ausgehend von Fragen (selektives Lesen).

Probleme bei der Produktion bereiten oft bereits einfache Texttypen wie ein Entschuldigungsschreiben an die Lehrerin des Kindes. Entsprechende Lernziele wurden daher in den „Referenzrahmen für Deutsch als Zweitsprache in Integrationskursen“ (vgl. Kap. 18) aufgenommen. Bei der Textproduktion setzt man zumeist eine Planungsphase an, in der der grundlegende Zweck des Textes reflektiert wird, und eine Produktionsphase, in der der funktionsgerechte Einsatz der sprachlichen Mittel überprüft wird. In diesem Zusammenhang sind auch sprachliche und visuelle Verfahren der Textstrukturierung mit zu vermitteln.

Für den berufsbezogenen DaF / DaZ-Unterricht wird die Rezeption fachlicher Texte, insbesondere auch von fachlichen Textaufgaben in Unterrichtsfächern wie Mathematik, Biologie oder Physik, als Lernproblem thematisiert. Schwierigkeiten ergeben sich dabei nicht nur aufgrund der Fachterminologie, sondern aufgrund der sprachlichen Darstellung fachlicher Zusammenhänge, z. B. von Ursache oder Bedingung und Folge (weil / wenn … dann). Für den Fachunterricht wird daher eine teilweise Verzahnung mit dem Sprachunterricht vorgeschlagen; man spricht hier von einem „sprachsensiblen“ Fachunterricht.[ 20 ] Die Ausarbeitung entsprechender Materialien ist ein wichtiges Aufgabengebiet für Deutschlehrende, die dabei eng mit Lehrkräften anderer Fächer kooperieren müssen.

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[   1 ]Textkohäsion ist „das sprachliche Verwobensein seiner Elemente“ (Adamzik 2004, S. 284).

[   2 ]Der Aufzählungsstrich wird auch „Spiegelstrich“ genannt.

[   3 ]Von lat. recurrere, wiederkehren.

[   4 ]Robert Gernhard (1999) Lichte Gedichte. Frankfurt a.M.: Fischer, S. 151.

[   5 ]Hegel, Georg Wilhelm Friedrich (51955) Die Vernunft in der Geschichte. Hamburg: Felix Meiner, S. 60.

[   6 ]U. Engel (2009) rechnet auch die deiktischen und phorischen Verweisformen dazu.

[   7 ]Anfang eines Artikel aus: Die ZEIT, 1.7.2010.

[   8 ]Vgl. Grice (1993).

[   9 ]S. dazu ausführlicher Ehlich (2007), Bd. 3.

[ 10 ]Von lat. redundantia, Überfülle.

[ 11 ]Ein Leser (bei Buchtexten) oder Hörer (bei Hörtexten) kann jedoch den Text aus der Hand legen bzw. auf die weitere Rezeption verzichten.

[ 12 ]Nur von einem Aktanten (Handelnden) ausgeführt.

[ 13 ]Tonaufnahmen werden daher vor der wissenschaftlichen Analyse verschriftlicht (s. Kap. 4).

[ 14 ]Instruktive Texte geben dem Hörer Anleitungen. Sie werden zu den so genannten „Gebrauchstexten“ gezählt, die sich durch praktische Zwecksetzungen auszeichnen.

[ 15 ]Solche Ausdrücke, die nicht dem deiktischen Feld angehören, aber auf eine Origo bezogen sind, werden in der Pragmatik als paradeiktische Prozeduren bezeichnet.

[ 16 ]Viele Beispiele enthält eine Analyse von textorganisierenden Mitteln in Texten von DaF- und Germanistikstudierenden: Graefen (2015/16).

[ 17 ]Der Name der Partei wurde durch das Farbadjektiv gelb pseudonymisiert.

[ 18 ]Zu denn s. Redder (1990).

[ 19 ]Solche Abfolgen von Sprechhandlungen desselben Typs werden in der FP auch als „Batterie“ bezeichnet.

[ 20 ]Über sprachsensiblen Unterricht in verschiedenen Fächern informieren Schmölzer-Eibinger, Sabine et al. (2013), Sprachförderung im Fachunterricht mit sprachlich heterogenen Klassen. Stuttgart: Fillibach bei Klett). Eine Einführung mit Videobeispielen geben Beese, Melanie et al. (2014, Sprachbildung in allen Fächern. (= DLL 16). Mit DVD. München: Goethe-Institut / Klett-Langenscheidt).

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