Gehen Sie auf die verschiedenen Tempusformen der deutschen Verben genauer ein:
Welche Aussagen über die zeitlichen Verhältnisse können damit gemacht werden?
Kann man „Tempus“ mit „Zeitform“ gleichsetzen?
Tempus wird als Zeitform gedeutet, aber die einzelnen Tempora haben keine eindeutige zeitliche Bedeutung.
Das Präsens erlaubt Verwendungen für Gegenwärtiges, ist aber auch für Vergangenes oder Künftiges möglich, das dem Sprecher mental präsent ist.
Das Präteritum ist als Tempusform im vollen Sinne zu verstehen: vom Sprecher aus gesehen („Origo“ des Sprechers!) liegt das Besprochene in zeitlicher Ferne, Rückblick, deiktisch).
Die anderen Tempusformen bringen perfektive Aspekte herein (durch Partizip II) oder haben modale Qualität, besonders die sog. Futurformen.