a) Nennen Sie die Modalverben des Deutschen.
Modalverben des Deutschen sind wollen, möchte / mögen, müssen, sollen, dürfen, können.
b) Welche formalen Besonderheiten haben die deutschen Modalverben? (Gehen Sie auch auf die Konjugationsformen im Präsens ein.)
In ihrer Formenbildung sind sie sogenannte Präteritopräsentia (ehemalige Präteritumformen). Von daher haben nicht alle ein Partizip II (*gemusst), das Perfekt wird mit dem Infinitiv gebildet (habe … müssen).
c) Was zeichnet sie als Gruppe in syntaktischer und semantischer Hinsicht aus?
Syntaktische Besonderheit: sie bilden das Prädikat mit dem (reinen) Infinitiv eines Handlungsverbs, sodass es zu zweiteiligen Prädikaten und ggf. einer Verbklammer kommt. Semantisch zeichnet sich das System der Modalverben dadurch aus, dass sie besondere Aspekte der Handlung vorab (bei der Planung der Handlung oder im Hinblick auf die Planung) thematisieren: das Handlungsziel bei mögen und wollen. Bei den anderen (können, dürfen, müssen, sollen) geht es um Möglichkeiten und Veranlassungen des Handelns.