Geben Sie eine Erläuterung folgender Begriffe:
Satzrolle vs. Satzglied.
Eine Satzrolle ist semantisch in abstrakter Weise auf das Prädikatsverb bezogen, um eine bestimmte „Szene“ oder ein Ereignis mit diesem Verb gedanklich zu entwerfen und auszudrücken (z. B. Handelnder, Empfänger, Ursache …).
Je nach Verbsemantik ändern sich die Satzrollen.
Satzglieder (in der Schulgrammatik definiert) dienen dazu, auf Basis solcher gedachter Szenen oder Ereignisse grammatisch vollständige Sätze zu bilden.
Beispiele für einen einfachen Satz: Sie weint. Er schläft.
Transitive und andere Verben haben mehr Satzrollen und regieren dementsprechend auch mehr Satzglieder. Alle Sätze können über die verbbestimmten Satzrollen und Satzglieder hinaus durch weitere Angaben ausgebaut werden (Ort, Zeit, Zeitdauer, Grund …).