a) Sie wissen, dass Studierende oft Probleme mit der Handlungsform „Referat“ haben, und wollen ein linguistisch basiertes Kommunikationstraining entwickeln.
Wie gehen Sie bei der Entwicklung des Trainingskonzepts vor?
Ihr Lösungsvorschlag sollte einige der folgenden Momente enthalten:
Dokumentation der bestehenden Praxis: Umfrage unter Studierenden, wie verbreitet eine „Angst vor Referaten“ ist; ggf. differenziert nach verschiedenen Fächern (Geistes- vs. Naturwissenschaften; Literatur vs. Linguistik etc.) und Geschlecht (m, w);
Aufnahme und Transkription einer Reihe von Referaten
Untersuchung der Daten auf auftretende Probleme in Bezug auf die Funktion des Referats; Rücksprache mit Dozenten oder Studierenden, die Wertung eines Referats betreffend
Auswahl prototypischer Beispiele und Überlegungen zur Übungsform (Rollenspiel, Übungsaufgaben)
Evaluation des Trainingserfolgs: erneute Aufnahme eines Referats derselben Personen, Analyse, Rückmeldung über Trainingserfolg
b) Besonders für internationale Studierende stellen sich Referate oft als problematisch dar. Auf welche Gründe führen Sie dies zurück, und welche Aspekte sollten Sie berücksichtigen, wenn Sie ein Training speziell für internationale Studierende anbieten?
Deutsch als Fremdsprache: Gründe sind vermutlich größere Sprechangst aus Befürchtung, Fehler im Deutschen zu machen, und Unkenntnis der notwendigen sprachlichen Mittel. Zu berücksichtigen ist der Aspekt „Fremdsprachenkompetenz“. Zudem sollte berücksichtigt werden, wie Referate in den Herkunftssprachen von internationalen Studierenden ablaufen und ob ihnen diese Handlungsform überhaupt vertraut ist.