Germanistische Sprachwissenschaft
8 Wortarten und Flexion
Aufgabe 25 (Wissen in Frage und Antwort)
„Synthetische“ und „analytische“ Sprachen
- a) Was versteht man unter einer „synthetischen“, was unter einer „analytischen“ Sprache?
Eine synthetische Sprache ist eine Sprache, die grammatische Formen als Veränderungen an einem Wort, also durch gebundene Morpheme, bildet.
- b) Sind Latein und Türkisch vorwiegend synthetische oder analytische Sprachen?
Latein gehört zu den synthetischen Sprachen, Türkisch ebenso. In beiden Sprachen sind z. B. in Sätzen wie „ich arbeite“ keine (analytischen) Personalpronomen nötig, da die Verbendungen die Person eindeutig ausdrücken: laboro – çalişiyorum.
- c) Wie schätzen Sie die deutsche Sprache diesbezüglich ein?
Wegen seiner ‚Flexionsmorphologie kann Deutsch als synthetische Sprache betrachtet werden, aber wegen seiner mehrteiligen Verbformen hat Deutsch auch analytische Merkmale.
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